Danke!

Ich sage heute, am letzten Tag des Jahres 2012, statt eines Grußwortes zum Jahreswechsel, dass mir sowieso nicht zustünde, einfach mal: Danke!

Kann ja jede_r halten wie er_sie_es möchte. Danke sagen kann jeder, darf jeder, soll jeder, muss jeder, macht jeder!

Es gibt ja auch ausreichend Gründe dafür – jedenfalls für mich. Ich bin Andersen Storm, XXL Jahre, über 180 groß und wiege dastutjetztnichtszursache! Danke schon mal dafür! Ich bin verwandt mit Menschen, für manche kann ich was, was noch keine Wertung darstellt, habe einen Job, Hobbys bis zum Abwinken, ein Dach überm Kopf und gut zu essen und trinken. Siehste! Danke!

Außerdem bin ich noch Mitbegründer des Ministereriums für Satz, Bau und Zeichen, einer Comedy-, Impro-, Lese- und Singebühne in Schwerin. Michi, Vera, Ivalo und ich haben in diesem Jahr 3 mal Sprechstund_innen abhalten dürfen. Dem Theater fürs Werk 3 und dem Publikum fürs Kommen und Unterstützen ein herzliches Danke!

Und auch für dieses kleine, unbedeutende Weblog hier mit dem kleinen, inkludierten, nahezu feedbacklosen (Danke, Roland!) Podcast, das mir die Chance gibt, meine Inhalte nicht an Facebook, Google und Co. ausliefern zu müssen, sage ich heute einmal Danke!

Wem? Dem Universum sei Dank und dem [hier selbstständig Religionsstifter eurer Wahl einsetzen] oder auch der „Revolution, Evolution, Masturbation, Flagellation, Regulation, Integrations, mediations, United Nations, congratulations“ (John Lennon) und John Lennon für den Text von „Gib dem Frieden eine Chance“. Und dem Internet, das von einer Gemeinde bwohnt wird!

Wer das liest ist doof oder anders gesagt: Danke! Denn – können es nur Crawler und Spider sein, die zu Hunderten, wenn nicht sogar… je nachdem welchen Zeitraum man betrachtet, meinen Webspace aufsuchen? Jemand muss könnte das also lesen und/oder hören und/oder nutzen. Falls doch nicht, vielen Dank an Google, Bing, Yahoo… für die 296.682 Besuche 2012, davon 234.718 direkte Zugriffe. Danke an Google, Podcast.de, Sogou… für die Links. Danke an RSS für die Abo-Abfertigung! Danke an die Kontinente Europa (49 Prozent der Besuche), Nordamerika (38 Prozent) und Asien (13 Prozent). Ziele für 2013? Klar: Südamerika, Afrika und Australien erobern!

Danke dafür, dass es ist wie es ist. Auch wenn es nicht gut so ist, wie es ist, so ist es doch und das ist doch schon mal mehr als nichts! Kleine Brötchen backen, eben!

Apropos Brötchen backen: Wäre blogen und podcasten Brötchen backen, wäre derdiedas Weblog/Website/Portal die Bäckerei. So. Nun mag der Bäcker das finanziell nicht nötig haben, dass manfraukind in einer Bäckerei bezahlt, eher unwahrscheinlich, aber nehmen wir das mal an: es hat sich eben so eingebürgert. Man nimmt nicht einfach, man fragt und zahlt. Klar.

Wenn der Bäcker aber gar nichts haben will dafür? Stellt die heißen Brötchen einfach vor die Tür und jeder nimmt sich einfach. Freut sich gar, dass er sie los wird, die Schrippen, Semmeln und Rundstücke. Jo. Danke, rufen die Leute oder schreiben es auf kleine Zettelchen. Manche backen auch einen kleines Dankebrot. So geht das eine Weile. Dann ist die erste Freude weg und die zweite und dann wird das Arbeit. Das Geld dafür könnte er gebrauchen, nötig hat er es aber immer noch nicht.

Und bäckt nur noch mal so, ab und zu, dann und wann immer er Zeit dazu hat, die allerdings immer knapper wird, das eine oder andere immer kleiner werdende Brötchen. Weg sind sie immer, wenn er sie rausgestellt hat. Aber keiner weiß, wer sie genommen hat, ob sie sie mit Genuss gegessen hat oder dem Schwein verfüttert oder ihrem Mann. Oder ob sie ungegessen in einer Mülltonne landen? Würde den Bäcker schon interessieren, er weiß ja nun, dass er Brötchen backen kann und anderen eine Freude machen kann. Warum soll er also backen, wenn nicht für Geld und nicht für den eigenen Spaß?

Mit dem ist auch nichts mehr los, sagen die Leute und holen sich die Brötchen beim Bezahlbäcker, weil – der hat immer welche! (Jaaaaaa, das ist eine Allegorie! Da hat der prinzipiell immer weche!) Da muss man allerdings in den Laden herein gehen, da gibt es eine Paywall Theke. Nur dit för dat, anners ni nich! Nur die Reste, die werden auch verschenkt. Und der Ausschuss. Und sie finden auch was im Internet, zweitverwertet zum Nachessen…

Der ist besser, sagen die Leute, die neu hinzu ziehen. Der andere macht ja nur ab und zu und immer anders und so. Ok, der kriegt auch nichts dafür, kann ja dann nicht so gut sein. Der will gar nichts. Klar, der weiß das also selber…

Und was soll uns das jetzt sagen? Ein Danke, Kommentieren und Teilen, gern auch etwas subtil, unterhab der Huldigungsschwelle, auf Augenhöhe oder sowas hilft Bäcker_innen im Ehrenamt im Freizeitbereich, das hilft beim Bloggen und Podcasten. Wissen aber nur die von der ersten Welle. Muss man vielleicht mal weitersagen. Und dann auch machen ;-)

Ergo: 2013 geht genau so weiter!

 

PS: Das Web zurück erobern! Hab ich gelacht…

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