Eilmeldung, 24.12.2012: Amnesty Internet fordert Abschiebestopp – Erstmals Digital Natives ins Internet abgeschoben

Bützow, 24.12.2012 – Die Empörung ist groß: trotz des nahen Weihnachtsfestes und einer groß angelegten Kampagne von Amnesty Internet wurden heute zum ersten mal nach Anordnung von Bundesinnenminister Friedrich drei sogenannte Digital Natives ins Internet abschoben. Die zwei 16-jährigen Mädchen und ein Junge (14) hatten zuvor Kirchenasyl beantragt, dieses jedoch auf eigenen Wunsch wieder verlassen, da in der Kirche weder WLAN noch einen schnelle Mobilfunkverbindung vorhanden waren. Amnesty Internet sprach von einem Dammbruch, da diesem Beispiel noch in diesem Jahr weitere folgen könnten. Immer mehr Eltern von Digital Natives fühlten sich gerade zum Weihnachtsfest den digitalen Risiken durch ihre Kinder nicht gewachsen und wendeten sich daher an den Staat. Dieser wäre allerdings selbst absolut überfordert, so Amnesty Internet weiter in einer Presseerklärung, und wüsste kein anderes Mittel, als die Abschiebung ins Internet. Dies widerspreche allerdings den Menschenrechten und sei auch aus erzieherischen Gründen so nicht hinnehmbar. Innenminister Friedrich verbat sich indes Internet-basiertes Kirchenasyl sowie die Einmischung jedweder Hilfsorganisation. Beides sei, so Friedrich auf einer Pressekonferenz im Bundesinnenministerium, wenig hilfreich und analog nicht hinnehmbar. Zur Zeit warten die Jugendlichen in der Justizvollzugsanstalt Bützow auf ihren Upload zu Facebook, Google und Multiplayer-Onlinespiel-Websites.
(AS, 20121224, 11:00 MEZ)

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