In der Medienbildung sind die Kinder oft die Erfahrenen, die Unerfahrenen verhindern sie oft noch. Beispiel: Licht mit Sprache steuern

Ein Kind, das jetzt in meiner Wohnung aufwüchse, würde schnell lernen, dass man das Licht genau und sehr differenziert mit der Stimme steuern kann, am Lichtschalter aber nur zwei Zustände je Lampe einstellen kann: einhundert Prozent an oder einhundert Prozent aus. Mit der Stimme gehen aber auch da Reduzieren um 75 Prozent oder Sonnenuntergang oder einfach Licht an Sagen für Festbeleuchtung. 

Weil das in meiner Wohnung wahr ist, würde das Kind diese Gewissheit gegen andere Kinder und Erwachsene verteidigen. Die würden andere Erfahrungen haben und nicht auf dem Stand des Kindes sein. 

Wenn man weniger Licht braucht, müsse man eine Glühlampe mit weniger Leistung installieren, würden die Erwachsenen sagen. Etwas ungeheuerlich Umständliches und dummes, wenn man einfach sagen kann: Himmelblau im Wohnzimmer an, Sonnenuntergang in der Küche an,  Flur an usw. 

Werden unsere Kinder nicht dumm/faul/fett, wenn sie keine Glühbirnen mehr wechseln, sondern auf dem Sofa liegend Licht mit der Stimme steuern, riefen die Politiker. 

Was für kluge, fitte Kinder aber, die so jung schon wissen was passieren muss und wird, wenn das Licht bei uns fünfzig Prozent heller werden soll.

Andersen Storm, 2017-06-30

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