Ernährungsempfehlungen bei Multimorbidität (inspiriert von Brecht)

Der gemeine Patient konsultierte drei Ärzte:

Er konnte sich noch ausgewogen ernähren nach den Empfehlungen des ersten.
Er konnte sich noch ernähren nach den Empfehlungen des zweiten.
Kein einziges geeignetes Lebensmittel stand noch auf dem Speiseplan nach den Empfehlungen des dritten.

Merke: … Merkste selbst!

© Andersen Storm, 2016

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Woanders

Der Donnerstag plustert sich auf,
macht auf wichtig.
Ich find‘ das nicht richtig
und kann mich entziehn.
Out of Schwerin.

Andersen Storm, 2016-04-28

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Gedicht

Der Montag presst
seine hässliche Fratze
in die Form einer Katze.

Die schnurrt nun vorbei.
Ich hab‘ heute frei.

© Andersen Storm, 2016

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PEGIDA Inside Out!

Ihr wollt Satire? Ihr bekommt Satire!
Miteinander reden heißt ja auch, den anderen verstehen wollen. Hier ein Versuch…

Hier steht der Text dazu. Am Montag ist #SCHWEGDIDA in Schwerin.

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Yes she can

yesshecan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

She’s not the cutest,
she’s not the rudest.
You got her confidence
that means you’re muted.

She’s not a cruel one,
she’s not a cream cone.
But if you’re near to her might,
you’re done. You’d better run, son.

She owns a personal sign
instead of a political line.
She can’t inspire. She can’t lead.
But indeed, she can fold her hands
to a gem.

Yes she’s got humor,
there is a rumor.
But when she’s kidding you,
you get an ear tumor.

She sings like Podolski.
and she sweats like Mick Jagger.
She makes all the European
poor like a beggar.

Why she’s so beloved,
you may ask yourself.
The answer sounds like myth.
she owns a glorious sign, like no one else.

She owns a personal sign
instead of a political line.
She can’t inspire. She can’t lead.
But indeed, she can fold her hands
to a gem.

© Andersen Storm 2013

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Twittergedicht Danke

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Geh dichten!

Winter

Der Winter ist ein Stipendiat
der viel zu viel Stipendium hat!

Frühling

Der Frühling ist wie du (mein Schatz)!
Ins Auge blitzt er keck.
Und wenn man ihn dann stellen will,
ist er einfach weg.

© Andersen Storm, 20130403

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MfSBZ, Beratungsprotokoll vom 20.12.2012

So. Na toll. Klasse Aufgabe. Einen Text zu Weihnachten und Weltuntergang! Das passt. Da wächst zusammen, was zusammengehört! Ein Problem könnte werden, dass das Weihnachtsfest zeitlich nach dem Weltuntergang liegt. Irgendwie macht das so gar keinen Sinn: der Erlöser wird in eine Welt geboren, die gar nicht mehr da ist! Gibt es denn noch einen Stall in Bethlehem der als Herberge dienen kann für die jungfräuliche Braut und ihren platonischen Freund? Man weiß es nicht. Und es macht auch gar keinen Sinn, darüber zu spekulieren: entweder morgen geht die Welt unter und wir gehen alle mit, dann ist es egal ob noch wer kommt, oder eben nicht und dann ist ja auch Weihnachten. Klappt also alles.

Klappt also alles? Wie sieht es denn aus bei Ihnen? Alles fertig fürs Fest? Noch Geld in der Brieftasche und auf dem Konto? Ja? Und dann sagen Sie: alles fertig fürs Fest?! Ihnen ist es wohl egal wie Sie untergehen werden? „MfSBZ, Beratungsprotokoll vom 20.12.2012“ weiterlesen

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keine fragezeichen, nr. 5

er taucht durch das gedankenmeer, getrieben von, ja, wovon eigentlich. das ewige rumgesitze geht ihm unendlich auf den keks. ist ja nicht so, dass er rumsäße und nichts machte. ein bier, ja das wärs jetzt. der gedanke passt überhaupt nicht in die reihe. dabei ginge es gar nicht um den alkohol, sondern um das zischen.

so ein bier zischt doch genial. damals, als wir alle noch am meer wohnten, und ob des vielen badens und fische und meeresgemüse fangens, diese rudimentären schwimmhäute zwischen fingern und zehen bekamen, die uns dann doch vom affen unterscheiden sollten, damals zischte das meer ständig um uns herum und dieses schäumen war heimat. deshalb lieben die männer, die damals, als noch nicht gegendert wurde und politische korrektheit was für sklavenseelen war, zum jagen und bewachen gebraucht wurden, dieses innnere zischen eines frisch geköpften bieres.

er liebt diese exkurse ins absurde mit seitenhieben und geht nach hause, um sich ein wenig hinzulegen. muss sein. ist so, als wenn jemand zwischenzeitlich einen stecker gezogen hätte und die notfallbatterie nur noch überlebenswichtige grundfunktionen garantieren kann. kaum liegt er und schließt die augen, entspannt sich der körper merklich. ein gefühl für das er sterben würde. ein gefühl von leichtigkeit. 90 kilogramm mann die schweben und ihn hinwegtragen ins reich des erquickenden tagschlafes.

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keine fragezeichen nr. 4

da tropft die antwort auf die olivenölfrage aus dem sozialen medium. durchtriebenes wäre bekannt, raffiniertes nicht. ein wortwitz. kein kaufort in mv. wenn jetzt das nächste mal real ein solches im regal stünde, hätte es geklappt mit dem social media marketing.

schreibt man übrigens getrennt nur, wenn es englisch bleibt. wenn es mit deutschen worten gemischt wird, kommt zwischen alles ein bindestrich. weiß kaum jemand. deutsche zusammengesetzte substantive darf man nie auseinander schreiben. auch nicht, wenn man kurz mal in amerika gelebt hat und nun so tun will, als sei das die weltschreibweise für globalisten. ist wie mit dem deppenapostroph in uschi’s grillimbiss. zuviel fernreisen oder -sehen führt zur rechtschreiblichen verblödung. in der schule hat auch uschi das anders gelernt.

und uschi war in der schule. denn uschi war ein deutsches kind und deutsche kinder verbringen die hälfte ihrer kindheit zwangsmäßig in der schule. die werden da mit 5 bis 7 hineingegeben und kommen, wenn sie glück haben, noch vor 20 jahren wieder raus. ja, die assoziation ist gewollt. 25 wäre lebenslänglich. mit bachelor erreicht man das fast. und das in einer schule, die auf das leben gar nicht vorbereitet. die schule hält uns nur die kinder vom leib, damit wir arbeiten gehen können und all das tun, wobei sie uns auch am tag noch stören würden. wegsperren ist dazu eine geeignete methode. schulpflicht eben.

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keine fragezeichen, nr. 3

super ergebnisse. viel gelacht. wenig verstanden. humor in der postmoderne halt. halt. reicht auch jetzt. zusammenfassendesn statement des werkstattleiters: 10 minuten lang. redet gern der mann. er redet gern. musste er schlucken als er es zum ersten mal vor teilnehmerinnen auf das brot geschmiert bekam. das ist eine metapher. da hat niemand etwas auf irgendwelche kornprodukte gestrichen. auf das brot geschmiert bekommen heißt übertragen: deutlich klar gemacht mit überlängegefühl des vorgeführten. eben nicht: da steht die butter, sondern: ich streich die hier mal breit und das streichfett bist du. dabei hatte er gerade mal zwei stunden am stück geredet. hatte das allerdings dialog genannt, das war es vielleicht. wurde auch erst beim dritten mal gesagt und die verantwortliche hatte ja vorher das alles schon zweimal gehört. in der selben monologlänge dann wohl doch. hat er dran zu knabbern. männer reden ja nicht gern und nicht gern viel. er ist ein mann. na toll.

metaphern verselbstständigen sich gerade in der gesellschaft. werden gern für bare münze genommen. eine, des metapherns unfähige, journalistin sagt im radio, es entstünde eine neue werkhalle, spatenstich sei am soundsovielten. weil die ja in einem spatenstich entsteht, ist ja klar. und den macht kein geringerer als der ministerpräsident der herzen selber. der baut das land höchstpersönlich auf. höherpersönlicher geht gar nicht. symbolischer erster spatenstich, das was sie hätte meinen müssen, wenn sie gekonnt hätte, ist wie ein band durchschneiden auf einer straße. das band hat da genausoweinig verloren wie die schere und die schneider. auf einer straße, ein breites rotes band. schlagbaum durchsägen, das wär was. ziellinien überfahren, höchstpersönlich mit der staatskarosse. aber das ist denen entweder zu modern oder zu protzig oder zu prollig oder nicht scheiß-auf-die-metapher-komma-mach-das-wie-immer—punkt-die-verstehen-das-doch-nicht genug. und wie man sieht, stimmt, nicht mal die radiodame versteht das. spatenstich ist im garten jeden frühling und herbst. aber garten, das ist für die sicher was altes, mit geröll planiertes, wo was altes wieder hingestellt wird, damit da nichts mehr neues passiert. keine schau. gartenschau. immer neue alte opern für betuchte kulturtouristen, da steht jetzt was davor. ein riegel in menschenform.

gegenüber steht ein schloss. keine metapher. da wo er herkommt ist das schloss eine metapher. da steht ein kasten. hier steht ein schloss. japanische touristen kommen. man muss aus dem bild vorbeigehen. aus dem video wahrscheinlicher. machen japaner noch bilder. wenn dann hologramme. kommt bei uns auch bald in zehn jahren. kommt bei uns im land der erfinder immer alles später. selbst er kommt immer öfter zu spät. weil alles egaler wird. wegen des geldes. in dieser provinz ist das so: alles was sich nicht in massen verkauft, ist so gut wie nicht existent. kannst du nicht erwerben, wird vom markt gedrängt, bevor es ihn erreicht. da kannst du nachfragen wie du willst. wen auch. du kannst zehn sorten natives extra jungfräuliches olivenöl in den supermärkten finden, aber nicht ein raffiniertes. für jeden geldbeutel das immer gleiche, massenkompatibele. aufmerksamkeitsökonomie. oder kolonialisierung des geistes. du kaufst das was gerade im fokus ist. was das ist, erfährst du aus den medien für massen oder in massen aus den medien für nieschen. ist egal. dann eben social-media-marketing. probiert er gleich mal aus: ‚wo kann ich in mv raffiniertes olivenöl kaufen‘ als tweet und statusupdate. da ist er aber gespannt.

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keine fragezeichen, nr. 2

zähneputzen. muss sein. besser ist ja mit. geht auch ohne, aber besser ist mit. allein wegen guten essens. genitiv. ist nicht modern, weiß er. benutzt er aber dennoch gern. die zahnbürste ist, des putzens müde, eine bakterienschleuder und gehört geschreddert. dann. wenn eine neue des wegs kommt. peter hinze ist auch pfarrer. wahrscheinlich hat ihm der beruf keinen spaß gemacht. warum immer der gemeinde diener sein, wenn man viel mehr verstören kann, mag er sich gefragt haben. mag er. kai-methode. kauflächen, außen, innen. jeweils vier mal vier mal und dann die kontaktfläche weitersetzen. dauert, so was. muss aber sein. wie humor. muss auch sein. gildo horn. muss nicht sein, kann aber. mit humor.

los jetzt, aber nicht hetzen. der wahre große mann rennt nicht, schon gar nicht, wenn er es eilig hat. wer es eilig hat muss langsam gehen. fernöstliche weisheit. meint wohl konzentriert und umsichtig und nicht flüchtig und panisch. sonst macht er flüchtigkeitsfehler. wie jemand an der grenze der sich erwischen lässt. zu flüchtig geflohen. humor ist wichtig. stört mitunter. stört ihn nicht. muss raus, sowas. bringt auch fast immer ein besseres klima. sogar auf beerdigungen. war er aber noch nicht so oft. glück gehabt.

wieder mal glück gehabt. zu spät, aber nicht zu spät im sinne von ‚jetzt nicht mehr‘, eher im sinne von ‚hat schon angefangen‘. nicht zu spät um aufzufallen. zu früh zu spät. manchmal ist später besser. auffallen ist ja nicht per se schlecht. auffallen durch zu spät kommen kann eine marketingsstrategie sein. oder ein frage der ehre. zum beispiel so ein minister kommt zu spät, immer, fällt auf wie sau und geht deshalb früher. jedenfalls immer rechtzeitig, bevor die aufgaben verteilt werden. auffallen durch zu spät kommen ist aber doof, wenn alle auf einen warten, merkt er gerade. heute leitet er einen workshop.

workshop – arbeitsladen. anglizismen sind cool, so what. werkstatt. werken an einer stätte. stätte ist da. teilnehmende auch. worker, sozusagen, sagt aber keiner. shopper auch nicht. teilnehmerinnen und teilnehmer. nehmen teil. partizipieren. oder nehmen teile. an sich. welches thema eigentlich. weiß keiner. stand nur workshop in der team-agenda. dann ist jetzt auch workshop. peter hinze würde irgendwas machen, aus dem stehgreif. aber wen interessiert peter hinze. wir machen hier heute natürlich nicht irgendwas, sagt er zu den teile-nehemenden um zeit zu gewinnen. zeit, sagt er, ist ja relativ. jetzt ist es doch auch noch relativ früh. und du bist schon zu spät, ruft einer. lachen. humor. da ist er wieder. klar, humor ist ein thema. die rolle des humors in der postmoderne. ein medienprojekt. recherche im internet. gerettet.

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keine fragezeichen, nr. 1

so ein unsinn. er schüttelt den kopf. innerlich. sonst ist es zu anstrengend. so ein mist, denkt er noch einmal und schläft ein.

wilde träume. ein  neuer eisbär im zoo. selbstmord. medienspektakel. tentakel. takelage. segeltörn. ein eisbär als lotse. laotse. ein weiser eisbär. ein weißer eisbär. schlammcatchen. ein grauer eisbär. grönemeier. grönland. grölend. einwortsätze. einwortsätzeverbot. einwortsätzeantiverbotsdemonstration. monstration. monster. satzmonster. monstersätze. monstereinsätze. nichts geht mehr. alles hüpft. alles springt. alles schwimmt. alles sinkt. alles taucht. unter. auf. auf. aufwachen.

herbert fasst mich einfach nicht mehr an. wer ist herbert.

das ist keine stilistik, das ist ihm klar. das ist pures leben, aber ohne authentizität. das ist gar nichts. das ist traum. herbert ist ein idiot. es gibt pustekuchen. gisela hat ihn gepustet. beide schwimmen in den sonnenuntergang. und der mensch bleibt mensch. das ist doof, was hat er mit den beiden zu tun. das ist wirr. wild.

kopfschmerz. was soll das. erzählen sie mir nichts von harten entscheidungen. ich suche nur nach der wahrheit. scheiß auf die wahrheit.

kaffeekapsel durchlöchern, mit heißen wasser verbrühen, ausbluten lassen. ah, leckerer kaffee. expresso, so schnell geht das. noch einen. crema bleibt in der tasse. geschmack ist im tässchen, im wasser, im ausguss. geschmack ist unterwegs in die umwelt, drainage, abwasserkanäle, kläranlage. klar. weg.

weiter. dings hier…essen. oder waschen. oder doch essen. oder essen vorbereiten, dann waschen, dann essen. oder essen vorbereiten, dann waschen vorbereiten, dann essen, dann waschen. oder anders. plan machen. er mag pläne. pläne sind in zeichen gegossene möglichkeiten, optionsscheine auf zukunft. er wird einen plan machen. ja. er wird. dann.

jetzt essen. frühstücken. wichtigste mahlzeit des tages, der woche, des jahres, des lebens. kann ihn. waschen. wird auch überbewertet, klar, weiß er ja alles. säureschutzmantel der haut und so. bisschen gesicht benetzen, unter den achseln… unter den achseln. reicht. nicht übertreiben. kostet ja auch zeit. die fehlt dann beim essen. deo. ganz einfaches für rentner mit empfindlicher haut. jedes nervt nach einer gewissen zeit. fängt an zu jucken. selbst dieses ohne parfüm und tyckwer. ging fast zwei jahre gut. neuerdings nervt auch das. hautarzt. ja genau, weil den das ja interessiert wie sau. sie vertragen kein deo – nehmen sie keins. sie wollen ernst genommen werden – werden sie ernstlich krank. kassenpatient. lieber nicht ernstlich krank werden.

frische wäsche. doch, schon. das kostet und verstört die umwelt nachhaltig wegen des waschmittelausflusses, so what. frische wäsche every day. dafür nachts die vom tag. er hat mal einen ganzen tag damit verbracht, forenbeiträge zu lesen zur persönlichen hygiene. war ein guter tag. von ’stündlich wechseln‘ bis ‚verwächst sich‘ war alles dabei. vor allem bettwäsche und handtücher. einmal nutzen und verbrennen. genau. gläser an die wand. und aus der flasche weiter.

ginge auch. ist aber kein richtiges frühstück. man ist den ganzen tag geschafft. andererseits ist es nur einen frage der übung. klar. klarer. pfefferminz. fangen wir gar nicht erst mit an, sagt er sich. was richtiges essen. ein huhn. ei in der chuck-norris-version. brötchen. morgens werden kohlenhydrate besser vom körper verarbeitet. butter. fett geht immer. seltsam, aber was solls. er hatte mal nur proteine zu sich genommen und fett und hatte mehr als 10 Kilo abgenommen in 6 Monaten. kamen wieder. es gibt so viele genüsse zu essen. und zu trinken. kaffee zum eierbrötchen. blick zur uhr. ja, war abzusehen: zu spät.

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